Aus heiterem Himmel verliert Schauspielerin Anna (Katharina Marie Schubert) ihre Anstellung an einem kleinen Stadttheater. Eben noch auf der Bühne findet sie sich nun in der Tristesse des örtlichen Jobcenters wieder.

Auf Drängen ihrer theaterbegeisterten Sachbearbeiterin übernimmt sie die Leitung eines Schauspielkurses für acht Langzeitarbeitslose – "schwer Vermittelbare".

Trotz gewaltiger Widerstände gegen die verpflichtende Bildungsmaßnahme formt sich aus den frustrierten Einzelkämpfern zunehmend eine eingeschworene Gruppe, mit der Anna "Antigone" inszeniert. Überraschend kommt in die privaten Dramen der Teilnehmer immer mehr Bewegung und auch Anna erlebt einen Neuanfang, mit dem sie so nicht gerechnet hat...

Gelungene Sozialkomödie

Regisseur Oliver Haffner ("Mein Leben im Off") hat eine durchaus gelungene Sozialkomödie geschaffen,  die "mitten aus dem Leben" erzählt. Dabei ist allerdings auch ein Großteil stark vorhersehbar. Anfängliche Probleme wandeln sich (natürlich) zum Guten und auch die Liebe darf nicht zu kurz kommen. All das hat man so ähnlich bereits gesehen.

So bleibt "Ein Geschenk der Götter" ein netter, in Teilen tragisch-komischer Streifen, der seine Möglichkeiten der beißenden Sozialkritik aber nicht wirklich ausnutzt. Dafür ist er schlicht zu harmlos geraten.