Der Baron Jérôme Antoine spielt mit Leidenschaft - und mit mäßigem Erfolg. Bis er eines Tages elf Millionen bei einem Spiel gegen den Marquis de Villamayor gewinnt, der ihm seine Yacht als Anzahlung bietet. Auf dieser macht der Baron sich gemeinsam mit seiner früheren Geliebten Perle auf den Schifffahrtskanälen nach Monte Carlo auf. Doch schon bald hat die Yacht eine Panne und die zwei Hobby-Seefahrer stranden in der Nähe einer Schleuse. Ohne einen Pfennig Geld in der Tasche warten Jérôme und Perle mit wachsender Ungeduld auf Villamayors Scheck, den dieser zugesagt hat, um den Rest seiner Schulden zu begleichen. Doch die Tage vergehen und der Scheck lässt auf sich warten. Während der Baron seine Speisen im Wirtshaus an der Schleuse anschreiben lässt, schlägt sich die ausgehungerte Perle in einem Restaurant den Bauch voll und trifft prompt auf einen charmanten Spender, der sich bereit erklärt, ihre Rechnung zu begleichen ...

Die Titelfigur dieses Komödie von Jean Delannoy war eine Paraderolle für Jean Gabin. In bester Form stellt er den ruinierten Aristokraten dar: mit Monokel im Auge und einer gehörigen Portion Dünkel, mit Charme und Verführungskunst – ein Lebenskünstler par exellence. Die Adaption des gleichnamigen Romans von Georges Simenon ist darüber hinaus ein unterhaltsames Stück französischer Filmgeschichte der Sechzigerjahre. Simenon, der es auf bis zu vier Publikationen im Jahr brachte, schrieb auch die berühmten Maigret-Romane, denen ebenfalls Jean Gabin in der Rolle des Kommissar Maigret von 1958 bis 1963 auf der Leinwand Leben einhauchte.

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