Am 10. Juni 1944 kommt es in dem kleinen griechischen Bauerndorf Distomo als Reaktion auf einen Partisanenangriff zu einem brutalen Massaker von Angehörigen der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division. Innerhalb kurzer Zeit werden 218 Dorfbewohner umgebracht – Frauen, Männer, Greise, Kleinkinder und Säuglinge. Der Knabe Argyris Sfountouris überlebt, seine Eltern und weitere 30 Familienangehörige aber sterben. Mehrere Jahre verbringt Argyris in Waisenhäusern rund um Athen, unter Tausenden von Kriegskindern. Eine Delegation des Roten Kreuzes bringt ihn schließlich in die Schweiz, ins Kinderdorf Pestalozzi nach Trogen...

Regisseur Stefan Haupt ("Elisabeth Kübler-Ross - Dem Tod ins Gesicht sehen") drehte diese beeindruckende Biographie über Argyris Sfountouris. Haupt begleitete seinen Protagonisten auf der Spurensuche und befragte ihn an den Orten des Geschehnisse. Schon nach kurzer Zeit wird deutlich, dass Sfountouris Zeit seines Lebens mit den furchtbaren Geschehnissen aus seiner Kindheit konfrontiert war, dass seine Trauer auch heute noch nicht abgeschlossen ist und er nach wie vor nach seinem inneren Frieden sucht.

Foto: Salzgeber