Sonny ist von seinem Job genervt, denn als Hotel-Page fristet er ein kümmerliches Dasein. Als er erfährt, dass der Safe des Hotels, in dem er arbeitet, mit illegalen Pokereinsätzen gefüllt ist, hat er bald nur noch eines im Sinn: den Tresor zu knacken. Was er allerdings nicht ahnt: die Gelder gehören einem berüchtigten Syndikat ...

Nach dem Roman "A Swell-Looking Babe" von Jim Thompson ("Getaway", "Série Noire", "The Grifters") legte Regisseur Steven Shainberg mit "Ein Schlag ins Gesicht" 1996 sein im Neo-Noir-Stil gedrehtes Debüt vor, zu dem Denis Johnson ("Jesus' Son") das Drehbuch lieferte. Doch scheinbar wusste Shainberg, der später mit "Secretary" einen großen Erfolg feierte, mit der Vorlage nicht allzu viel anzufangen, denn der Streifen ist zwar gut besetzt - besonders Elias Koteas gefällt im Stil eines jungen Robert De Niro - doch sonst plätschert die Handlung seicht und hölzern dahin. Shainberg konnte sich nicht zwischen Charakterstudie und bissiger Satire entscheiden, da nützt auch die durchaus prominente Besetzung - Oscar-Preisträger Haing S. Ngor ist hier in seiner letzten Rolle zu sehen - nicht viel. Achten Sie auf Laure Laure Marsac, der 1994 kleine Rollen in "Interview mit einem Vampir" und "Die Bartholomäusnacht" genügten, um einen bleibenden Eindruck beim Publikum zu hinterlassen.

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