Die 11-jährige Caroline lebt mit ihren Eltern Agathe und Thore in einem kleinen, heruntergekommenen Reihenhaus. Agathe und Thore, zwei ehemalige Punks, müssen frustriert erkennen, dass sie nun in genau den Verhältnissen leben, die sie in ihrer anarchistischen Phase so gehasst haben: Agathe ist total unglücklich als Hausfrau und Mutter, zwei Rollen, die sie ohnehin nicht sehr gut ausfüllt. Thore hat einen schlecht bezahlten Job als Wachmann bei einer Bank. Obwohl beide ihre Tochter Caroline sehr lieben, haben sie wenig Zeit für das Mädchen. Agathe ist zu sehr mit ihrer Vergangenheit und der vermeintlich verlorenen Jugend beschäftigt. Thore damit, die Familie einigermaßen finanziell über Wasser zu halten. So wird Caroline meist sich selbst überlassen und verbringt jede freie Minute vor dem Fernseher, wo sie ihre Lieblingssendung, die Serie 'Der Reiterhof', guckt. Die Figur Angela, ein gleichaltriges Mädchen aus der Serie, ist Carolines großes Vorbild. Caroline isst nur nach der Serie benannte Produkte und spielt in ihrem Puppenhaus die Serienhandlung nach. Eines Tages, als Agathe und Caroline Thore in der Bank besuchen, geraten sie mitten in einen Überfall. Es geht alles sehr schnell, und plötzlich liegt Agathe tot auf dem Boden. Nach diesem tragischen Unfall flüchtet sich Caroline immer tiefer in ihre Scheinwelt. Die Leistungen der Schülerin lassen drastisch nach, und das Mädchen zieht sich von den Klassenkameraden zurück. Allein der taube Junge Jon hält noch den Kontakt zu ihr. Gemeinsam verbünden sie sich gegen den Schulrowdy Kicker, der Caroline immer heftiger schikaniert. Auch Thore lässt sich nach dem Tod seiner Frau gehen. Er kündigt seinen Job und flüchtet in den Alkohol. Zu sehr mit sich selbst beschäftigt, merkt er nicht, das der Realitätssinn seiner Tochter immer mehr abhanden kommt. Caroline lebt nur noch im 'Reiterhof'. Als die Klassenlehrerin Frau Eiffel eingreift, ist es fast schon zu spät, um das Kind noch zu retten...