Michael Lynch (Kevin Spacey, Foto) liebt nicht nur das Leben, seine Frau und deren Schwestern, seine Kinder von beiden, sondern auch seinen Job. Er ist Profi-Krimineller, der sich mit seiner Bande auf derb-dreiste Raubzüge spezialisiert hat. Bei seiner Finesse wirken die Polizisten meist wie tollpatschige Trottel. So wird Michel bald zum irischen Volkshelden erkoren, zumal er die Justiz häufig kräftig an der Nase herumführt. Doch je dreister seine Raubzüge werden, desto mehr zieht sich die Schlinge zu, die bereits um seinen Kopf gezogen ist. Dann legt sich Michael auch noch mit der IRA an ...

Nach John Boormans hervorragendem Film "Der General", der kommerziell leider nicht erfolgreich war, ist dies ein weiteres Werk, das sich mit dem Leben des irischen Gangsteridols Martin Cahill beschäftigt. Thaddeus O'Sullivans Version legt kaum Wert auf Authentizität, bearbeitet die Story sehr frei - deshalb auch die Namensänderung - und versteht sich eher als genre-typische Gangsterfilm-Unterhaltung, denn als anspruchsvolle Biografie. Dank eines wieder einmal glänzend aufgelegten Kevin Spacey in der Hauptrolle gelingt dies auch.

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