Im Berlin der Gegenwart: Eva Sahlmann, Anfang 30, erfolgreiche Event-Sales-Direktorin, trifft in einem Hotel am Potsdamer Platz am Vorabend eines Meetings überraschend auf George Bender. Er ist Mitte 30 und als Unterhändler einer New Yorker Investment-Gesellschaft in Berlin tätig. George ist eine alte Liebe von Eva. Kennen gelernt haben sie sich Mitte der 80er-Jahre bei einem Bruckner-Konzert im österreichischen Linz. Damals lebte Eva in der oberösterreichischen Stadt bei ihrer alten Tante, während der Mathematiker George, ein Bürger der DDR, zu einem Verwandtenbesuch nach Österreich ausreisen durfte. Ihnen blieben nur wenige gemeinsame Stunden, bevor George wieder zurück in die DDR muss. Aus der Begegnung entwickelt sich eine flammende Brieffreundschaft zwischen Ost und West. 1987 zieht Eva wegen George nach Westberlin und beginnt ein Studium. Vor allem aber hält sie die Beziehung zu ihm über alle politische Barrieren hinweg aufrecht. Für die regelmäßigen Besuche im Ostteil der Stadt nimmt sie alle Mühen auf sich. Nach Öffnung der Berliner Mauer, im Wiedervereinigungstaumel der Jahre nach 1989, feiern Menschen aus Ost und West die veränderte politische Lage. Die Wiedervereinigung von Eva und George lässt dagegen auf sich warten. George nutzt die neu gewonnene Reisefreiheit, fliegt in die USA und beginnt dort zu arbeiten. Seine Lebenszeichen werden spärlicher. Schließlich verlässt auch Eva Berlin. Nach langer Funkstille meldet sich George schließlich bei Eva mit einer überraschenden Einladung zum Brucknerfest in Linz. Doch erst in Berlin kommt es zur entscheidenden Begegnung.