Der Familienvater und Drehbuchautor Ned steckt in jeder Hinsicht in der Krise. In seinem Job wird er gezwungen, sich immer reißerischere Storys für eine triviale Fernsehserie auszudenken, seine einst glückliche Ehe steckt in einer Sackgasse und das Coming Out seines pubertierenden Sohnes Jonah macht ihm ebenfalls zu schaffen. Damit nicht genug, zieht auch noch sein grantiger, lebensmüder Schwiegervater bei der Familie ein. So kommt eines zum anderen: Während der 15-jährige Jonah heimlich die Gay-Klubs von New York erkundet, sucht der frustrierte Ned Ablenkung in den Armen einer jüngeren Kollegin. Auf Dauer kann das nicht gut gehen ...

Richard Levine, der zuvor für einige Episoden der TV-Serie "Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis" verantwortlich zeichnete, legte 2010 mit dieser vorhersehbaren, wenn auch gut gespielten Tragikomödie seine Kino-Regiedebüt vor. Besonders Liev Schreiber in der Hauptrolle, Helen Hunt als Ehefrau und Brian Dennehy als Schwiegervater hauchen den volltrefflich gezeichneten Figuren gekonnt Leben ein. Dass allerdings jede US-Familie derart vom Scheitern bedroht ist, ist eher unwahrscheinlich, typisch amerikanisch kommt jedoch das ein wenig moralinsaure Ende daher. Klasse sind allerdings die Spitzen gegen die US-Medien und Carla Gugino ("Michael", "Sin City", "Nachts im Museum") in der Rolle der Robin möchte man durchaus häufiger auf dem Bildschirm sehen.

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