Die Engländerin Sophie, die Burin Aninka und die von Zulus abstammende Thoko haben sich während ihres Studiums in Johannesburg kennengelernt und sind gute Freundinnen geworden. Einige Jahre später wohnen sie zusammen und bereiten Aninkas Hochzeit vor. Ihr Verhältnis ist so eng und intensiv, daß sie glauben, alles voneinander zu wissen. So ist es ein Schock für alle, als herauskommt, daß Sophie für die militante Anti-Apartheid-Bewegung arbeitet und für einen Anschlag verantwortlich ist, bei dem zwei Menschen starben. Sophie gerät in eine psychische Krise und stellt sich der Polizei. Die Gemeinschaft der Frauen zerbricht. Doch als sich die Drei nach dem Machtwechsel in Südafrika wieder begegnen, stellt sich heraus, daß ihre Freundschaft stärker als Mißtrauen und Zweifel ist.

Drehbuchautorin und Regisseurin Elaine Proctor, die in Südafrika geboren wurde und aufwuchs, studierte in den 80er Jahren Filmwissenschaften an den beiden großen Londoner Filmschulen und drehte Dokumentarfilme in Südafrika. Als sie die neuseeländische Schauspielerin Kerry Fox in Jane Campions "Ein Engel an meiner Tafel" sah, wußte sie, wem sie die Hauptrolle der Sophie geben wollte. Mit ihrer ersten Kinoproduktion inszenierte Elaine Proctor einen formal eindrucksvollen, dabei spannenden, emotional packenden und atmosphärenreichen Film über ihr Land.