In Peru gibt es seltsame Mythen. Eine besagt etwa, dass, wenn eine Mutter Leid und Elend erfahren hat, diese sich als pure Angst auf die Töchter übertragen. Kein Wunder also, dass sich Fausta aus Angst vor einer Vergewaltigung mit einer Kartoffel verschließt und in ihrer eigenen Welt lebt, in der nur Indio-Lieder Trost spenden. Als dann die Mutter stirbt, ist Fausta gezwungen, die festen Bahnen ihrer Welt zu verlassen ...

Ungewöhnliche Lieder, eine seltsame Erzählweise und abstoßende Details sorgen nicht gerade dafür, dass man sich für die fremde Welt Perus näher interessieren mag. Wenn dies ein "tiefer Blick in die Seele eines Landes" sein soll, hofft man nur, dass uns derlei Einblicke demnächst erspart bleiben. Denn eigentlich kann man schon getrost das Kino verlassen, wenn einem von der schwarzen Leinwand der erste Song der Mutter entgegen gekrächzt wird. Regisseurin Claudia Llosa arbeitete nach dem gemeinsamen Drama "Madeinusa" erneut mit ihrer Hauptdarstellerin Magaly Solier zusammen.

Foto: Neue Visionen