Die 40-jährige Polizistin Emilie Carange kämpft in einem Pariser Vorort mit ihrer Einheit gegen die immer brutaler werdende Jugendkriminalität. Schon Heranwachsende werden von Drogendealern als Gehilfen benutzt - dafür werden sie mit Waffen belohnt. Als nach dem Tod eines Polizisten der arabischstämmige Jamil Emilies Team zugeteilt wird, bröckelt bald ihre kühle Fassade und sie verliebt sich in den neuen Kollegen. Jamil macht sich mit seinen unkonventionellen Methoden in einem rassistisch geprägten Milieu nicht nur Freunde. Als er bei einem nächtlichen Einsatz Emilie das Leben rettet, kommt es zwischen der sonst so kontrollierten Frau und Jamil zu einem spontanen Ausbruch der Leidenschaft. Eine "verbotene Romanze", die sich bei den Kollegen bald herumspricht - ausgerechnet, als sich der Kampf gegen die Drogendealer zuspitzt. Und der Einfluss der Bande reicht bis in die Ränge der Polizei ...

Mit ihrem Debütfilm, den sie nach ihrem eigenen Drehbuch inszenierte, gelang der aus Marroko stammenden Regisseurin Stéphanie Duvivier ein ungewöhnliches wie düsteres Polizeidrama, in dem die Probleme der Ermittler in dem arabisch geprägten Milieu der Banlieues atmosphärisch dicht gezeichnet werden. Duvivier setzt damit ein Tradition des französischen Kinos fort, das sich seit Jahrzehnten auf recht unterschiedliche Weise mit den Missständen und Auswüchsen in den Vorstädten auseinandersetzt. Man denke nur an Arbeiten wie "Tee im Harem des Archimedes", "Hass" oder auch "Heute trage ich Rock!". Duvivier wurde für "Eine Polizeiromanze" 2008 auf dem 57. Filmfestival von Mannheim-Heidelberg mit dem Rainer Werner Fassbinder-Preis der Internationalen Jury ausgezeichnet.

Foto: ZDF/Denis Rouden