Vier von tausend US-Ehen sind Mischehen, 75 Prozent davon scheitern. Bill und Karen sind seit über 25 Jahren zusammen. Sie trafen sich 1969 in Ohio, als die Rassentrennung noch Gesetz war und der Bürgerrechtsbewegung schwere Kämpfe bevorstanden. Der Druck erreichte 1972 einen ersten Höhepunkt, als ihre erste Tochter, Cicily, geboren wurde und man von ihnen verlangte, das Kind zur Adoption freizugeben. Sie weigerten sich und beschlossen, nach Flushing, Queens, ein gemischtrassiges Viertel von New York zu ziehen. Dort wurde ihre zweite Tochter Chaney geboren.

Anfang der 90er Jahre begleitete Autorin Jennifer Fox die Familie anderthalb Jahre lang durch ihren Alltag. Besonders deutlich ist, dass Bill und Karens Wohnung ihre private Festung ist. Die Rassenpolitik ist zwischen den Vier nie ein Thema gewesen, doch wird es ihnen aufgezwungen, sobald sie das Haus verlassen. Ohne zu wissen, dass ihre Mutter sehr krank ist, begibt sich Cicily auf eine lange Studienreise nach Nigeria. Sie nimmt ihre High-8-Kamera mit. Karen wird mit einem Tumor ins Krankenhaus eingewiesen und erholt sich danach nur langsam.

Afrikanische Wirren/Im neuen Jahr wird alles anders