Die fast 40-jährige Marie (Romy Schneider, Foto, r., mit Sophie Daumier) ist geschieden und hat einen 16-jährigen Sohn mit dem sie zusammen lebt. Von ihrem neuen Freund Serge erwartet sie ein Kind. Doch er wird ihr zunehmend fremd und verfällt dem Alkohol, so dass sie sich von ihm zu trennen will. Sie entschließt sich, das Kind ohne sein Wissen abzutreiben. Bei einem Zusammentreffen in einem Café eröffnet Marie ihm ihre Absichten ...

Diese simple, aber gekonnt inszenierte Alltagsgeschichte war der letzte gemeinsame Film von Claude Sautet und seiner gern besetzten Darstellerin Romy Schneider. Zuvor hatten die beiden bereits "Die Dinge des Lebens", "Das Mädchen und der Kommissar", "César und Rosalie" und "Mado" miteinander realisiert. In "Eine einfache Geschichte" legte Sautet besonderen Wert auf den Charakter der Marie, den für ihn nur Romy erfüllen konnte. Schneider bekam für ihre Rolle 1979 ihren zweiten César nach "Nachtblende". Im selben Jahr wurde ihr Gesamtwerk mit dem italienischen Preis "David di Donatello" ausgezeichnet. Außerdem wurde "Eine einfache Geschichte" 1980 für den Oscar als bester nicht englischsprachiger Film nominiert.

Foto: Tobis