Der algerisch-stämmige Momo und Jacky sind die besten Freunde, die sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten und schon mal harmlose Bürger beim Boule abzocken. Denn Momo beherrscht das Spiel bemerkenswert gut. Als der überaus schmierige Stéphane Darcy ankündigt, eine internationale Boule-Meisterschaft zu veranstalten und ein Preisgeld von 500 000 Euro auszuloben, wittern die Freunde ihre Chance aufs große Geld. Fortan wird kräftig trainiert. Außerdem finden sie in der listigen Caroline kräftige Unterstützung. Und tatsächlich: Momo wird nach einigen Schwierigkeiten ins Team der französischen Nationalmannschaft berufen. Dann aber zieht sich wegen Momos Abstammung ein finanzkräftiger Sponsor zurück. Deshalb wird er kurz darauf wieder gefeuert. Da kommt Jacky auf die Idee, Momo für Algerien spielen zu lassen ...

Der Titel ist gleich Programm dachten sich wohl vor allem die Schauspieler, die für diesen überaus lahmen Zock wohl nur ihre Gage einstrichen, um in der Tat arbeitstechnisch eine ganz ruhige Kugel zu schieben. Eine langweilige Geschichte muss doch nicht immer noch langweiliger erzählt werden. Doch Regisseur Frédéric Berthe ("Der Staat schweigt") schafft es hier ganz locker, nahezu jede Szene in den Sand zu setzen, jede halbwegs erkennbare Pointe zu versauen und öde Banalitäten noch banaler herunterzukurbeln. Warum man allerdings dann auch noch diese müde Nummer in die deutschen Kinos bringt, weiß nur der Verleiher.



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