Bruno Semmeling (39, verheiratet, ein Kind) arbeitet als Diplom-Ingenieur in der Entwicklungsabteilung einer Hamburger Maschinenfirma. Sein Einkommen ist durchschnittlich. Seine Miete im Rahmen des Möglichen. Eine saftige Mieterhöhung festigt seinen Entschluss zur "Flucht in den Sachwert". Grundstückserwerb, Finanzierung durch Bank und Bausparkasse, Architektensuche und Ausschreibung an die einzelnen Gewerbe. Schwierigkeiten während der Bauzeit, Erstellung des Rohbaus und Richtfest, die erste Abschlagzahlung. Bauverzögerung und inzwischen gestiegene Preise, erneute Kreditaufnahme. Dann endlich der Einzug in das neue Haus - verspätet, völlig verschuldet und am Rande der körperlichen Möglichkeiten.

Diese komödiantisch-satirische Betrachtung eines "Häuslebauers" von Dieter Wedel aus dem Jahr 1972 hat auch heute nichts an Aktualität verloren. Der Mehrteiler wurde seinerzeit mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Das Leben der Semmlings wurde mit "Alle Jahre wieder", "Die Familie Semmeling" (beide 1976) und "Die Affäre Semmeling" (2001) fortgesetzt.

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