Während des Spanischen Bürgerkriegs müssen die Kinder Manuel, Andreu und Francisca mitansehen wie ihr Freund einen brutalen Mord begeht und sich dann selbst zu Tode stürzt. Dieses Trauma werden sie ihr Leben lang nicht ablegen. Als sich die drei zehn Jahre später in einem Sanatorium zufällig wiedertreffen, zeigt sich, welche tiefe Wunden das Erlebnis gerissen hat: Francisca ist Nonne geworden, Manuel ist einer religiösen Obsession verfallen und bedrängt Andreu mit seiner Liebe, Andreu hingegen zieht es nur zum Meer ...

Dieses brillante Drama behandelt nicht nur zwischenmenschliche Beziehungen um sexuelle Ängste und religiöse Nöte, sondern zeichnet auch ein beklemmendes Bild der Franco-Ära und des Bürgerkrieges. Hier dienen die traumatische Erinnerungen als Anlass, religiösen Wahn, Machismo und Faschismus zu kritisieren. Der katalanische Filmemacher Agustí Villaronga versteht es vortrefflich, den Zuschauer mit seltsam-beklemmenden Bildern für seine komplexe Story zu faszinieren.

Foto: Salzgeber