El Topo ist ein ganz in schwarz gekleideter Revolverheld, der sich gerne als Gott aufspielt. Mit seinem siebenjährigen, stets nackt auftretenden Sohn zieht er durch die Gegend. Als sie in ein Dorf kommen, in dem bis auf einen alle Bewohner brutal niedergemeuchelt wurden, schickt der Überlebende die beiden in ein nahegelegenes Kloster, in dem sich die Übeltäter verschanzt haben. Tatsächlich kann El Topo und sein kleiner Junge die Ganoven töten. Anschließend vergreift sich El Topo an der Frau des Anführers. Die wiederum verdreht ihm dermaßen den Kopf, das El Topo fortan wie ein Wilder mordet, ohne den eigentlichen Grund dafür zu kennen ...

Der chilenische Filmemacher und Comic-Autor Alejandro Jodorowsky hat zwar selbst nur sieben Spielfilme inszeniert, doch die haben es fast alle in sich (vielleicht bis auf "Tusk" und "The Rainbow Thief", denen er seine Autorisierung nach Fertigstellung der Produzenten verweigerte) und waren leider nur selten zu sehen. Sein von ihm selbst dargestellter, überzeichneter Antiheld El Topo zumindest hinterlässt in diesem surrealen, manchmal gar an Buñuel erinnernden Western eine blutige Spur des sinnlosen Tötens: atemberaubend, ungewöhnlich und stets aufregend!



Foto: Drop-Out Cinema