Das Leben im Nordosten Uruguays ist nicht gerade leicht. Deshalb versucht Beto mit dem Verdienst aus Schmuggelware den Alltag für Frau und Tochter leichter zu gestalten. Doch die Schmuggelei wird für Beto immer schwieriger, die Touren per Fahrrad immer strapaziöser. Als dann der Reisepapst Johannes Paul II. seinen Besuch in dem verschlafenen Nest ankündigt, hoffen alle Bewohner, mit dem zu erwartenden Besucheransturm ihr Geld zu machen. Während der eine einen Würstchenstand eröffnen will, hofft der andere mit Getränken aufs große Geschäft. Beto hingegen hat eine ganz eigene Idee: Miettoiletten auf seinem bescheidenen Häuschen...

Würde die Geschichte in England spielen, man wäre sicher, dass Ken Loach Regie geführt hat. Dass derlei Filme auch in Uruguay möglich sind, ist höchst erfreulich, auch wenn sich viele dramaturgische Schwächen offenbaren. Dennoch ist dies unterhaltsame, weil tragikomische und lebensechte Kost von den Träumen des kleinen Mannes und den vielen Stolpersteinen des Lebens. Der Ausgangspunkt der Story ist übrigens nicht erfunden: 1988 hat der Papst tatsächlich das uruguayische Melo besucht.

Foto: Kairos