Emil ist acht Jahre alt und lebt mit seinen Eltern in Reykjavik. Viel lieber ist er allerdings bei seinem Großvater in den Bergen. Kürzlich ist Großvaters Hund Skundi gestorben und nachdem sie ihn gemeinsam beerdigt haben, überlässt der Großvater Emil Skundis Halsband zur Erinnerung, denn er will sich ohnehin keinen neuen Hund mehr anschaffen. Zuhause ist alles anders: Emils Mutter arbeitet in einem Videoshop und sein Vater verbringt jede freie Minute damit, an dem zukünftigen Eigenheim weiterzubauen. Für Emil bleibt keine Zeit und er erinnert sich wehmütig an früher, als alle drei zusammen Ausflüge gemacht und gemeinsam Geschichten über ihr Wolkenschloss ausgesponnen haben. Gerade hat Emils Freund Alli ein Hundebaby geschenkt bekommen und so wünscht sich Emil nichts mehr als einen eigenen Hund, der könnte dann sogar Skundis altes Halsband tragen.

Das Kind will einen Hund, die gestressten Eltern gehen an die Decke. Ein klassisches Problem, von dem wohl viele Eltern ein Lied zu singen wissen. Der Kinderfilm entstand als isländisch-deutsch-dänische Koproduktion nach dem Roman "Emil und Skundi" von G. Olafssen. Regisseur Thorsteinn Jónsson betrachtete die Erwachsenenwelt bereits mehrfach aus dem Blickwinkel der Kleinen. Der Isländer studierte an der Prager Filmakademie Regie und Film an der Nippon Universität in Tokio. 1980 drehte er "Punkt, Punkt, Komma, Strich", 1984 folgte die "Atomstation" - zwei Filme über das Erwachsenwerden in Island. "Atomstation" war der erste isländische Film, der als offizieller Beitrag bei den Filmfestspielen in Cannes lief.