Die 26-jährige Klarissa kümmert sich mit großem Engagement um ihre erkrankte Mutter Waltraud. Doch Waltraud begegnet Klarissas Engagement eher amüsiert als dankbar. Sie möchte nicht bemitleidet werden. Anders als ihre Tochter scheint sie nichts von großen Idealen, Moral und Rücksichtnahme zu halten. Sie versucht sogar, Klarissa dazu zu bringen, ihren langweiligen Freund Marius zu verlassen und endlich das Leben zu genießen. Waltrauds Lebensgefährte Enno unterstützt dieses Vorhaben. Seine zynischen Kommentare schockieren und faszinieren Klarissa gleichermaßen. Sie befindet sich in einem ihr bisher unbekannten Sog der Gefühle. Ein Verhältnis zwischen den beiden scheint unausweichlich ...

Stefan Krohmer inszenierte dieses einfühlsame Familiendrama, in dem allerdings nicht an reichlich dick aufgetragenen Gefühlen gespart wird. Hannelore Esner wurde für ihre Leistung ebenso wie Anneke Kim Sarnau und Autor Daniel Nocke mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet.

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