Die geordnete Welt der jungen Hannoveranerin Lilly Meier gerät durcheinander, als sie im Nachlass ihrer verstorbenen Mutter alte Liebesbriefe aus Namibia findet. Sie stammen von einem Mann, den Lilly nie kennen gelernt hat - ihrem Vater. Vor Lillys Geburt hat er offenbar versucht, deren Mutter, seine große Liebe, dazu zu bewegen, ihm nach Afrika auf seine Farm zu folgen. Doch vergeblich. Und von der Existenz einer gemeinsamen Tochter scheint er gar nichts gewusst zu haben. Nun weiß Lilly, wo sie nach ihrem unbekannten Vater suchen muss. In Afrika angekommen, gibt sie ihre wahre Identität zunächst nicht preis, verliebt sich aber in einen feschen Tierschützer...

Thomas Jauch inszenierte den recht schmalzigen Liebes-Zweiteiler vor grandioser Naturkulisse. Dank der starken Darsteller - vor allem Franziska Petri und Günther-Maria Halmer - verzeiht man einige Längen. "Tatort"-Regisseur Jauch arbeitete hier einmal mehr mit Hannes Jaenicke zusammen, mit dem er zuvor bereits die Krimis "Alphamann - Amok", "Alphamann - Die Selbstmörderin" (beide 1999), "Tatort - Die Liebe der Schlachter" (2003) und "Tatort - Atemnot" (2005) abgedreht hatte. Für das rührselige Drehbuch zeichneten Barbara Engelke und Regisseur Erwin Keusch verantwortlich. Engelke schrieb zuvor die Bücher für zahlreiche Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen (!), Keusch inszenierte Werke wie "Sehnsucht nach Liebe" und "Im Netz der Lüge".