Im Berlin der 80er Jahre glauben drei betagte Juden, in einem katholischen Priester den einstigen KZ-Lagerkommandanten Giesser zu erkennen. Als man den Priester zur Rede stellt, kommt es zu einem Streit, in dessen Verlauf ein tödlicher Schuss fällt...

Eigentlich ist dies eine starke Geschichte, bei der die hervorragenden Darsteller auch gute Leistungen zeigen. Doch Regisseur Urs Egger inszenierte das Ganze zu wenig dramatisch und zu sehr wie ein Kammerspiel. Dabei verließ er sich offensichtlich auch zu sehr auf die Kunst der Schauspieler. Denn die schlechte Auflösung des Films - dass der Priester ein SS-Mann war, kann nicht nachgewiesen werden - macht vieles des vorher Gezeigten leider kaputt. Schade. Interessant: der Auftritt der großen französischen Schauspielerin Annie Girardot.