Manfred und Hilke leben unverheiratet aber glücklich in Berlin. Die Idylle wird gestört, als Hilke feststellt, dass sie ein Kind erwartet. Sie wagt es nicht, sich mit Manfred auszusprechen, will aber auf keinen Fall, dass er sie nur "aus Anständigkeit" und wegen des Kindes heiratet und denkt über eine Abtreibung nach. Nachdem Manfred auf eine vorsichtige Anspielung von Hilke hin erwidert, er könne derzeit kein Kind gebrauchen, kommt es immer häufiger zum Streit zwischen den beiden. Schließlich klärt eine Freundin von Hilke Manfred endlich über die Situation auf. Der ist entsetzt und versucht verzweifelt, Hilke zu finden ...

Das gelungene Spielfilm-Debüt Ulrich Schamonis (1939-1998) setzt sich souverän, ohne pathetische Rührseligkeit und gesellschaftskritisch mit dem heiklen Thema Geschlechterleben auseinander. Gegen die Tabus und Konventionen des deutschen Unterhaltungskinos, die drei Jahre zuvor das "Oberhausener Manifest" attackiert hatten, setzt dieser "junge deutsche Film", den Schamoni in nur 24 Tagen mit dem Geld eines Privatmanns drehte, eine beeindruckende Alltagsnähe und große Vitalität. Schamoni half seiner bestens aufgelegten Hauptdarstellerin Sabine Sinjen mit diesem Werk, endlich vom Image der süßen Biene loszukommen. Co-Produzent von "Es" war der Filmemacher Peter Schamoni, Bruder des Regisseurs und einer der Unterzeichner des "Oberhausener Manifests". Am 28. Februar 1962 verkündeten 26 bundesdeutsche Filmschaffende bei den Westdeutschen Kurzfilmtagen in Oberhausen: "Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen."

Foto: ZDF/Kineos