Die 36-jährige Birgit wünscht sich nichts sehnlicher als eine intakte Familie. Seit sie mit ihrem Ehemann Andreas, dem gemeinsamen Kind Philipp und Sarah, ihrer Tochter aus einer früheren Beziehung, in soliden wirtschaftlichen Verhältnissen in einem Reihenhaus lebt, fühlt sie sich ihrem Ideal sehr nahe. Doch durch Sarahs Pubertät wird das Familienleben auf eine harte Probe gestellt. Als Birgit beschließt, dass Andreas Sarah adoptieren soll, fühlt sich diese in die Enge getrieben ...

Bereits mit ihren Regiearbeiten "Ihr könnt euch niemals sicher sein" und "Mobbing" bewies die Grimme-Preisträgerin Nicole Weegmann, dass sie eine Spezialistin für die Inszenierung intensiver dramatischer Geschichten ist. So ist auch "Es ist alles in Ordung" nach dem Buch von Ingo Haeb ("Fraktus", "Die Schimmelreiter") und Christina Ebelt ("Gegenüber") eine gelungene Zuspitzung der zwischenmenschlichen Probleme innerhalb einer Patchwork-Familie. Mit gutem Darsteller-Ensemble in Szene gesetzt, überzeugt besonders die junge Kölner Schauspielerin Sinje Irslinger als Sarah, die sich mit ihrem Stiefvater alias Max Waschke nicht nur ein Psychoduell liefert. Die beiden standen zuvor bereits für den Kinofilm "Zum Geburtstag" gemeinsam vor der Kamera.

Foto: WDR/2pilots/Martin Rottenkolber