Worum geht es hier? Diese Frage muss man sich während der Rezeption des 177-minütigen Mammutwerkes vermehrt stellen. Eine grobe Rahmenhandlung wird mit der Zeit ersichtlich: Mehrere Wissenschaftler werden auf einen der Erde ähnlichen Planeten geschickt, um ihn heimlich zu erforschen.

Dieser befindet sich entwicklungstechnisch in einem Stadium weit hinter unserer heutigen Gesellschaft, das Zusammenleben und die Kultur tragen mittelalterliche Züge. Die Forscher, welche sich "undercover" unters Volk mischen, erhoffen sich, dort eine einschneidende Veränderung dokumentieren zu können. In die Ereignisse eingreifen dürfen sie allerdings nicht.

Als es zu brutalen Auseinandersetzungen kommt, fällt es Protagonist Don Rumata (Leonid Yarmolnik) immer schwerer, sich an diese Regel zu halten.

Dreckige Offenbarung

Außer diesem Umriss geht es in Alexei Guermans Monumentaldrama um noch viel mehr, was sich jedoch beim einmaligen Schauen von "Es ist schwer, ein Gott zu sein" nicht erschließt. Als bloßes Unterhaltungskino ist die russische Produktion des kurz vor der Veröffentlichung gestorbenen Regisseurs absolut nicht geeignet. Für Cineasten hingegen könnte es zur Offenbarung werden.

Schön ist an den Bildern nichts, man kann den Schmutz aus den Schwarzweiß-Aufnahmen förmlich riechen und schmecken, was deren besondere Qualität ausmacht. Zehn Jahre hat Guerman an seinem Projekt gearbeitet, sechs Jahre allein dauerten die Dreharbeiten. Sein Vermächtnis ist immens - und dabei kaum zu begreifen.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Es ist schwer, ein Gott zu sein":