Nachdem einer seiner Schüler ertrunken ist, gibt ein verwitweter Lehrer seine Stelle auf und verlässt mit seinem Sohn das kleine Provinzstädtchen, in dem sie bis dahin gelebt haben. Während ihrer Reise diskutieren Vater und Sohn über das Leben und ihre Zukunft. Eine Beziehung zwischen Nähe und Distanz entwickelt sich. Beim gemeinsamen Angeln beschließt der Vater, seinen Sohn auf ein Internat zu schicken. Unter dieser Trennung leidet der Sohn sehr. Einige Jahre später treffen sie sich wieder, um gemeinsam angeln zu gehen. Der Vater arbeitet nun in Tokio, der Sohn ist wie sein Vater Lehrer in einer Provinzstadt geworden. Er offenbart seinem Vater, dass er in den Krieg ziehen wird...

Die einfach anmutende Erzählung von Yasujiro Ozus "Es war einmal ein Vater" handelt von vielen Trennungen und schließt mit einer letzten, endgültigen Trennung: dem Tod des Vaters. Der japanische Regisseur ("Guten Morgen") beschreibt auf sachliche und doch eindrückliche Weise das Leben der einfachen Leute in Japan während des Zweiten Weltkriegs. In seiner produktiven Laufbahn schuf Yasujiro Ozu über 50 Werke unterschiedlichster Genres wie Thriller, Komödien und Gangsterfilme. Seine zunächst als "zu japanisch" empfundenen Filme fanden erst nach Ozus Tod internationale Anerkennung.