Zano schlägt sich mit seiner Freundin Naima so durchs Leben, bis er schließlich auf die Idee kommt, mit ihr nach Algerien, das Land seiner Ahnen, zu reisen. Ihre Reise führt sie zunächst nach Spanien, wo man ständig anderen arabisch-stämmingen Menschen begegnet, die ebenso entwurzelt wirken wie das junge Paar...

Ohne imposante Kino-Bilder plätschert dieses Road-Movie, das gleichzeitig die Suche nach der eigenen Identität charakterisiert, ohne viel Sinn und Verstand vor sich hin. Offensichtlich ohne großartiges Konzept oder gar einem Drehbuch schickte der Regisseur seine Protagonisten in diverse Situationen und dokumentiert mit wackeliger Kamera, was so passierte. Warum dies allerdings die Jury der Filmfestspiele von Cannes überzeugte, Regisseur Tony Gatlif ("Gadjo Dilo - Geliebter Fremder") mit dem Preis für die beste Regie zu ehren, bleibt ihr Rätsel. Vielleicht reicht ja heute schon der intellektuelle Blick des Regisseurs auf das von ihm dargestellte "wahre Leben" aus. Dafür sprechen auch Filmpreise für Werke wie "L' Enfant". Seltsam!

Foto: Arsenal