In grauer Vorzeit wachsen im alten Ägypten in der Pharaonenfamilie die beiden Jungen Moses und Ramses wie Brüder auf. Sie sind zwar nicht blutsverwandt, stehen sich aber dennoch sehr nahe.

Inzwischen zu Männern geworden muss der starke Moses erfahren, dass er - als Kind ausgesetzt - zum Volk der versklavten Israeliten gehört. Mehr und mehr wachsen sein Groll gegenüber den Ägyptern und deren unmenschliches Verhalten gegenüber den unterdrückten Israeliten. Doch als sich Moses zum Verteidiger der Sklaven erhebt, verliert er seinen Status an der Seite des neuen Pharaos Ramses.

In einer Vision, in der ihm Gott als Kind erscheint, erfährt der verhärmte Moses seine Bestimmung: er soll die 400.000 Israeliten durch die Wüste ins gelobte Kanaa führen. Da aber der neue Herrscher seinen Groll gegenüber Moses kaum noch zu zügeln vermag, nimmt Ramses mit seinen Truppen die Verfolgung der Flüchtlinge auf ...

Von Ridley Scott nicht zu toppen

Biblische Geschichten begeistern schon seit Anbeginn des bewegten Bildes ein geneigtes Publikum und sorgten schon in Stummfilmzeiten für erstaunliche Meisterwerke wie etwa David Wark Griffiths "Intolerance" oder "Arche Noah - Das größte Abenteuer der Menschheit" von "Casablanca"-Regisseur Michael Curtiz.

Monumentalfilmer Cecil B. DeMille griff das Moses Thema seines Stummfilms "Die Zehn Gebote" 1956 erneut auf und schuf ein auch heute noch atemberaubendes, bildgewaltiges Werk, das nun auch "Alien"-Meister Ridley Scott trotz Computer-Bilder nicht zu toppen vermag.

Unauthentisch Besetzung

Auch wenn Scott in seinem Moses-Epos einige starke Momente gelungen sind, hat er sich am Bibel-Stoff offensichtlich verhoben: Zu fahrig und sprunghaft ist die Erzählweise und nahezu völlig unauthentisch die gesamte Besetzung.

Lässt man sich Christian "Batman" Bale - ebenso wie Charlton Heston in der 1956er-Fassung - als Hebräer bzw. Israelit noch gefallen, wirken vor allem die britischen bzw. italienisch-stämmigen Ägypter durchweg lächerlich. Ob nun Joel Edgerton als Ramses, John Turturro als dessen Vater und Sigourney Weaver als Mutter oder der Schotte Ewen Bremner als Priester und Ben Mendelsohn als Stadthalter - das wirkt so, als würde man in einem Wikingerschiff ausschließlich schwarze Akteure antreffen.

Was bleibt sind ein paar gelungene Effekte und Bilder, der Rest dürfte nur Bibel- und Scott-Fans halbwegs befriedigen.