Der Flieger und Abenteurer Ellissen ist wieder einmal nach Hamburg gekommen. Durch einen Einbruch in die Lennartz-Werft macht er die Geschäftsleitung auf ein fantastisches Projekt seines Freundes, des Ingenieurs Droste, aufmerksam: Der will im Ozean zwischen Europa und Amerika eine schwimmende Insel aus Stahl bauen, die den interkontinentalen Flugverkehr ermöglichen würde. Tatsächlich werden die Pläne des Ingenieurs diskutiert. Ellissen verliebt sich in die attraktive Claire Lennartz, eine Schwester der Eigentümer. Doch sie kann ihn nicht halten, als er den verlockenden Auftrag erhält, eine neue Maschine zu fliegen. Die Stahlinsel F.P. 1 wird in der Werft tatsächlich gebaut. Ellissen lässt nichts von sich hören, und Claire und Droste kommen sich näher. Obwohl Gegner des Projekts versuchen, F.P. 1 zu sabotieren, ist nach zwei Jahren eine Stadt auf dem Ozean entstanden - mit Flugplatz, Hotels und Einkaufszentren. Während eines Unwetters reißt die Verbindung zur Flugplattform ab. Ellissen, der wegen Claire an großem Liebeskummer leidet, lässt sich von ihr überreden, sie zur Plattform zu fliegen. Die Besatzung von F.P. 1 ist einem Saboteur zum Opfer gefallen, der die Flutventile geöffnet hat: F.P. 1 droht zu sinken ...

Regisseur Carl Hartl, der mit seinem Hauptdarsteller Hans Albers 1937 auch "Der Mann, der Sherlock Holmes war" drehte, inszenierte diesen Mix aus großem Abenteuerfilm und schönen wie schmalzig-altmodischem Melodram nach dem Drehbuch von Walter Reisch und Curt Siodmak (Bruder des Regisseurs Robert Siodmak), die hier den gleichnamigen Sciencefiction-Roman von Siodmak adapierten. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten verließen sowohl Reisch als auch Siodmak Deutschland und machten in Hollywood Karriere. Reisch schrieb später die Vorlagen zu Klassikern wie "Ninotschka", "Das Haus der Lady Alquist", "Niagara" und "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde", während Curt Siodmak die Scripts für Filme wie "Zeuge gesucht", "Die Bestie mit den fünf Fingern" und "Berlin-Express" schrieb. An der Seite des "blonden Hans" ist der aus Düren stammende und in Köln aufgewachsene Ufa-Star Sybille Maria Christina Schmitz ("Vampyr"), kurz Sybille Schmitz (1909-1955), zu sehen. Die Darstellerin, der nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch wenige Rollen angeboten wurden, nahm sich 1955 mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben. Rainer Werner Fassbinder lehnte "Die Sehnsucht der Veronika Voss" an das Leben von Schmitz an.

Foto: ZDF/Karl Ewald