Wie gehen wir mit den Gefühlen und insbesondere den Ängsten um, die hinter Eifersucht stecken? Diese Frage stellt Jonas Rothlaender in den Fokus seines Films und inszeniert dabei nicht etwa ein Drama, das vor Gefühlsausbrüchen strotzt, sondern das genaue Gegenteil.

Vom Zerbrechen einer Liebe

Mediziner Fabian (Golo Euler) hat Sehnsucht nach seiner Exfreundin Doro (Luise Heyer), deren einstige Beziehung an seiner Eifersucht zerbrochen ist. Er hofft auf eine zweite Chance und bekommt sie auch, als er ihr nach Lissabon folgt.

Doch das neugewonnene Idyll hält nicht lange, und Fabian wird wieder zu dem kontrollsüchtigen Menschen, der er früher bereits war und der Doro verletzt hat.

Schlimmer noch: Seine Fantasie geht mit ihm durch, wird zum Wahn, er ist sich sicher, dass Doro ihn hintergeht. Dabei kann Fabian jedoch nicht genau zeigen, was er empfindet, er unterdrückt seine Gefühle. Trotzdem merkt Doro nach und nach, dass die erneute Liaison nicht gut enden kann.

Hinter der Fassade

Sehnsucht, ein Schicksalsschlag, eine traurige Liebe - das sind Themen der Fado-Musik, wie sie in Portugal gespielt wird - und wohl einer der Gründe, wieso Jonas Rothlanders die Handlung seines Films dort angesiedelt hat. Die Melodien drücken aus, was Protagonist Jonas nicht kann.

Generell wird in dieser Hinsicht weniger auf das trotzdem noch feine Spiel der Darsteller als auf die Visualisierung gesetzt. So sind es neben der Musik auch Wellen, die Fabians innere Aufgewühltheit treffend ausdrücken, und Wahnvorstellungen, die seinen Zwang und seine Eifersucht porträtieren.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Fado":