Seit ihrer Kindheit liebt die 18-jährige, lebenslustige Fanny, Tochter einer Fischverkäuferin im Hafen von Marseille, den 19-jährigen Marius. Er spült in der Bar "Clubs de Marine" seines Vaters César die Gläser und sieht jedem im Hafen auslaufenden Schiff mit Fernweh nach. Auch er liebt Fanny, doch die Aussicht, sein Leben unter der Fuchtel seines Vaters im Hafen zu verbringen und das Werben des alten wohlhabenden Segelmachers Honoré Panisse um Fanny lassen ihn fast verrückt werden. Nach der ersten gemeinsam verbrachten Nacht, als Fannys Mutter und Marius' Vater Hochzeitspläne für die beiden schmieden und Fanny und Marius sich deshalb streiten, entflieht Marius im letzten Augenblick auf den auslaufenden Dreimastschoner "Malaise". Bald hat Fanny - ohne Nachricht von Marius - die Gewissheit, dass sie ein Kind erwartet ...

Nach dem 1931 uraufgeführten, gleichnamigen Theaterstück des französischen Schriftstellers und Literaten Marcel Pagnol (1895-1974, "Das Schloss meiner Mutter", "Der Ruhm meines Vaters"), ein Teil der Marseiller Dramentrilogie "Marius-Fanny-César", setzte Regisseur Joshua Logan in der Drehbuchbearbeitung von Julius P. Epstein dieses sehenswerte Melodram in Szene, das 1962 für fünf Oscars (bester Film, bester Hauptdarsteller Charles Boyer, bester Kameramann Jack Cardiff, bester Schnitt und beste Musik) nominiert war. Als Fanny ist die wunderbare Leslie Caron zu sehen, ihre große Liebe verkörpert Horst Buchholz, der hier nach "Die glorreichen Sieben" erneut in einer internationalen Großproduktion zu sehen war.

Foto: MDR/Osiris