Und wieder einmal galt es, einen Klassiker zu übertreffen: Die großen Disney-Studios wollten 60 Jahre nach dem ambitionierten Meisterwerk "Fantasia" in einem neuen Werk wiederum symphonische Musik in gezeichnete Bilder umsetzen. Acht Zeichentricksequenzen schildern unterschiedliche Geschichten zu unterschiedlichen Musiken: abstrakte Falter flattern in einer fiktiven Landschaft, Wale fliegen durch die Wolken, hektisches Großstadtleben, das Märchen vom Zinnsoldaten, ein Jojo-schwingender Flamingo, Mickey Maus als Zauberlehrling, Donald Duck auf der Arche Noah und ein Elfenstück, das Tod und Wiedergeburt thematisiert.

Die New-Age-mäßige Wal-Nummer nervt trotzt hervorragender Musik (Respighis "Pinien von Rom") gewaltig. Brillant hingegen ist der New Yorker Alttag zu Gershwins "Rhapsody In Blue"; witzig der Flamingo (bekannt und aus dem ersten "Fantasia"); übernommen "Der Zauberlehrling"; seltsam der Elfenreigen zu Strawinskys "Feuervogel" und ganz passabel sind "Zinnsoldat" und "Arche Noah". Herausgebracht wurde das Ganze von Walt Disneys Neffe Roy Disney ursprünglich als 3-D-Imax-Fassung. Doch auch auf herkömmlicher Leinwand funktioniert das Werk trotz der recht unterschiedlichen Episoden ganz gut.

Foto: Disney