Der 16-jährige Afrikaner Umberto lebt mit seiner Mutter und seiner 5-jährigen Halbschwester Bianca in einer ostdeutschen Kleinstadt. Er träumt von dem Land, in das Biancas angolanischer Vater zurückkehrte. Denn dieses Land ist weit genug entfernt, um den ständig wechselnden Männerbekanntschaften der trinkfreudigen Mutter zu entgehen. Dann zieht die Familie nach Hamburg - und alles wird noch schlimmer...

Rainer Simon wurde schon 1985 auf der Berlinale für seinen Film "Die Frau und der Fremde" mit dem goldenen Bären ausgezeichnet. Auch hier liefert er wieder einen kritischen Blick auf deutsche Missstände. Aus der dramatischen Milieustudie wird hier bald ein hoffnungsvolles Road-Movie. Warum der Film, der bereits vor sieben Jahren entstand, jetzt erst in die Kinos kommt, ist allerdings ein großes Geheimnis des Verleihers.