Das Osmanische Reich Im Jahr 1451: Der erst 18-jährige Fatih Mehmed II. wird nach dem Tod seines Vaters zum neuen Herrscher über das riesige Reich. Von Beginn seiner Regentschaft an verfolgt der junge Sultan nur ein Ziel - die Eroberung der Stadt Konstantinopel, der letzten großen byzantinischen Enklave, die der Ausweitung des Osmanischen Reiches im Wege steht. Während Mehmed II. dem byzantinischen Kaiser und seinen Verbündeten durch angebliche Kooperation Friedfertigkeit vortäuscht, treibt er strategisch und schnell die Kriegsmaschinerie voran. Die Armee wird auf mehrere 10000 Mann aufgestockt, Kanonen von ungeheurer Feuerkraft werden entwickelt, Kriegsschiffe werden gebaut und eine Festung errichtet, um Konstantinopel von der Versorgung über den Seeweg abzuschneiden. Zwei Jahre später sind die Pläne Mehmeds so weit gediehen, dass das Osmanische Heer nach Konstantinopel zieht ...

Regisseur Faruk Aksoy, sonst eher als Spezialist für seichte Komödien wie "Coole Schule" und den Nachfolger "Çilgin dersane - Die verrückte Klasse im Camp" bekannt, drehte mit "Fetih 1453" den teuersten türkischen Film aller Zeiten. 17 Millionen Dollar kostete der mit aufwändigen Spezialeffekten eingefangene, reichlich krude Mix aus Kriegsspektakel und Drama, der in Griechenland auf starke Kritik stieß, da er die Massenmorde an griechischen Bewohnern von Konstantinopel nicht thematisiere. Sultan Mehmed II., der mit der Eroberung Konstantinopels das Ende des Byzantinischen Reiches einleitete, wird hier in maßloser Überzeichnung als heroischer und patriotischer Feldherr glorifiziert.



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