Die 18-jährige Helen ist nicht nur vorlaut, sondern alles andere als damenhaft. Besonders sexuelle Tabus und Hygiene scheint sie nicht zu kennen. Als sie sich bei einer Intim-Rasur eine Blutblase am Allerwertesten zuzieht, muss sie ins Krankenhaus. Hier findet sie offenbar Gefallen an dem jungen Krankenpfleger. Doch viel sehnlicher als einen Sexpartner wünscht sie sich, dass ihre geschiedenen Eltern wieder zusammenkommen ...

Die banale Story der vorlauten Göre, die ihren Traumprinzen findet, fällt eigentlich nur dadurch auf, dass möglichst viele Ekel-Szenen in die Geschichte eingebaut wurden. Warum der schlecht geschriebene Roman von Ex-VIVA-Moderatorin Charlotte Roche zum Bestseller wurde, ist vielen immer noch ein Rätsel. Der Film ist zumindest formal besser als die Vorlage, aber an der schlechten Ekel-Geschichte ändert das wenig, denn auch hier werden die Widerlichkeiten oft en detail zelebriert. Außerdem nervt der unpassende Akzent der schweizerischen Hauptdarstellerin Carla Juri. Warum etwa Axel Milberg sich für derlei Käse hergibt, weiß hoffentlich zumindest er selbst.



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