Der Krabbenfischer Hein Schüpp ist eher der störische, wortkarge Zeitgenosse - der klischee-typische Ostfriese eben. Auf einem Ausflug mit seinem Freund Matze lernt er in Tanger die marokkanische Krabbenpuhlerin Mona kennen – und verliebt sich in sie. Mona erwidert seine Gefühle und folgt ihm in sein Fischerdorf nach Ostfriesland. Dort muss sie sich nicht nur mit dem platten Land und dem rauen Wetter anfreunden, sondern auch mit den Eigenheiten der Dorfeinwohner. Vor allem Heins Ex-Frau Rieke sorgt für Aufruhr. Einer Liebe mit Hindernissen steht also nichts mehr im Wege ...

Knöttriger Ostfriese verliebt sich in marokkanische Wüstenblume. Regisseur Lars Jessen kennt sich in Norddeutschland bestens aus und hat dort bereits mehrere Komödien ("Dorfpunks", "Butter bei die Fische") inszeniert. Auch diesmal gelang ihm ein spaßiger Liebestrubel mit provinziellem Flair. Obwohl die Story ziemlich harmlos daher kommt, überzeugt die Liebeskomödie mit witzigen und pointierten Dialogen. Eine amüsante Geschichte, die durchaus auch kritisch ist. Denn wie abstrus und unsinnig ist es denn bitte, in Norddeutschland gefangene Krabben nach Marokko zu karren, puhlen zu lassen um sie anschließend in Deutschland wieder zu verkaufen. Da soll noch mal einer etwas von ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung sagen!

Foto: ZDF/Marion von der Mehden