Der Ire Fitzgerald (span.: "Fitzcarraldo") ist ein Besessener: Er liebt die Oper und sein Grammophon, das ihn überall begleitet und aus dem fortwährend die Stimme Carusos ertönt. Fitzcarraldo ist fest entschlossen, in Iquitos, mitten im Amazonas-Urwald, ein riesiges Opernhaus zu bauen. Finanzieren will er das mit der Gewinnung von Kautschuk. Die Kautschukbarone der Region überlassen ihm aber nur ein Gebiet, in das noch kein Weißer vorgedrungen ist: Die Stromschnellen flussaufwärts sind unüberwindbar, und zudem ist der Dschungel von kriegerischen Indianerstämmen bewohnt. Fitzcarraldo setzt sich das Unmögliche in den Kopf. Er fährt mit seinem Flussdampfer einfach den Nachbarstrom hinauf und lässt das Schiff oberhalb der Stromschnellen kurzerhand über den Berg in den anderen Fluss hinunter ziehen - mit Hilfe derselben Indianer, die bisher jeder anderen Expedition den Garaus gemacht haben. Was der strohblonde, in Weiß gekleidete Ire allerdings nicht weiß, ist, dass die sich zu Tode schuftenden Indianer eine eigene Motivation haben, die seinen Plänen zuwider läuft.

Ein opulentes Filmmahl mit grandiosen Landschaftaufnahmen und einem wie besessenen Klaus Kinski in der Rolle des Fitzcarraldo. Einzigartig ist immer noch die Szene, in der das Schiff über den Berg gezogen wird - ganz ohne Tricktechnik in Südafrika aufgenommen. Mit diesem Abenteuer gewann Werner Herzog 1982 in Cannes den Preis für die beste Regie. Gleichzeitig wurde er für die Goldene Palme nominiert. Darüber hinaus wurde der Film 1983 sowohl beim British Academy Award als auch bei den Golden Globes in den USA jeweils für die Kategorie des besten ausländischen Films nominiert.

Foto: Beat Presser/ZDF