In einem kleinen Dorf in Flandern geht alles seinen gewohnten Weg, bis die Armee die jungen Männer zu einem Kampfeinsatz einberuft. Die zurückgelassenen Frauen sehnen sich nach deren baldiger Heimkehr. Doch der Krieg macht aus den jungen Soldaten brutale Kampfmaschinen, die auf animalische Weise ihre Triebe befriedigen - morden, rauben und vergewaltigen ...

Autor und Regisseur Bruno Dumont ("Das Leben Jesu") gilt als Meister des minimalistischen, ruhig, wenn nicht gar langsam erzählten Films. Hier beleuchtet er das Innenleben einer Gruppe von jungen Leuten, deren Lebensweg durch den Eintritt in kriegerische Auseinandersetzungen in einem fiktiven Wüstenstaat eine entscheidende Wendung erfährt. Dumont besetzte wie bereits in "Humanität" alle Rollen mit unverbrauchten, aber überzeugend aufspielenden Laiendarstellern und liefert einen gradlinig inszeniertes Kriegsdrama mit schnörkellosen Bildern, das auch vor expliziten Gewaltdarstellungen nicht zurückschreckt. Der Lohn: der Große Preis der Jury auf den Filmfestspielen von Cannes 2006.

Foto: arte F