"Grüßt die kühnen Weltraumflieger, alle Kinder lieben sie. Kosmonauten, Himmelssieger - eure Tat vergisst man nie." So heißt es in einem DDR-Kinderlied. 30 Jahre nach dem Start des Interkosmos-Programms und 20 Jahre nach der Wende besuchte die Filmemacherin Marian Kiss jeden dieser ehemaligen Helden des Sozialismus, deren Leben kaum unterschiedlicher hätten verlaufen können, nachdem das System, das sie zu Helden machte, verschwand. Die Kosmonauten für das Interkosmos-Programm wurden seit 1978 sorgfältig ausgewählt. Sie waren volksnahe, handfeste, strahlende junge Männer, die ein intaktes Familienleben führten und bedingungslos an den Kommunismus glaubten. Sie waren keine entrückten Diven oder Individualisten, sondern Menschen aus dem Volk - perfekte Identifikationsfiguren für die wirtschaftlich und ideologisch stark angeschlagene sozialistische Gemeinschaft. Die milliardenteuren Weltraumflüge sollten die Überlegenheit und Einheit des sozialistischen Systems vor aller Welt und auch im Innern des sogenannten Ostblocks demonstrieren. Doch was machen die Helden des Sozialismus ohne den Sozialismus? Marian Kiss hat die zehn Männer aufgespürt und zeigt die Begeisterung der Kosmonauten für das Fliegen, das All und die Technik, ermöglicht intime Einblicke in das private und familiäre Leben der gealterten Helden und lässt den Zuschauer an ihren Erinnerungen und Gedanken teilhaben.