Flöckchen hat es nicht leicht im Zoo von Barcelona. Er ist der einzige weiße Gorilla auf der Welt und wird wegen seiner Besonderheit von seinen Artgenossen misstrauisch beäugt, von den Zoobesuchern heiß und innig geliebt. Für Flöckchen ein Zustand, der ihn nicht glücklich macht. Der kleine Gorilla möchte lieber so sein, wie alle anderen seiner tierischen Verwandten und nicht aus der Menge herausstechen. Also macht er sich auf den Weg. Gemeinsam mit dem exzentrischen Roten Panda Jenga büxt Flöckchen aus dem Zoo aus, in der Hoffnung, dass eine Zirkushexe seinen Wunsch erfüllen und ihn in einen normalen, schwarzfelligen Gorilla verzaubern kann. Doch jenseits der Zoomauern warten viele Gefahren auf das tierische Ausbrecher-Duo ...

Die Geschichte des Albino-Gorillas "Schneeflöckchen", der fast 40 Jahre im Zoo von Barcelona lebte, zum Maskottchen des Tierparks erkoren wurde, 2003 an Hautkrebs erkrankte und schließlich eingeschläfert wurde, inspirierte die Drehbuchautoren Amèlia Mora und Albert Val zu diesem Animationsspaß. Natürlich wird, wie in vielen Kinderfilmen, auch in der von Andrés G. Schaer inszenierten Familienkomödie Freundschaft ganz groß geschrieben. Und obwohl in der Kombination von Trick- und Realfilm mehrfach der pädagogische Zeigefinger bemüht wird und das Motto "Anders sein ist toll!" sich als roter Faden durch die Geschichte zieht, stehen Witz und Unterhaltung im Vordergrund des tierischen Abenteuers, so dass das Publikum nicht von moralischen Grundsätzen erschlagen wird. Mit Flöckchen und seinem Freund Jenga werden zudem zwei Helden ins Rennen geschickt, die gerade bei den jüngeren Zuschauern punkten können. Dass es für die Kleinen nicht zu gruselig wird, garantiert Pere Ponce als Bösewicht Dr. Archibald, der eher traurig-trottelig daherkommt als unbarmherzig und verabscheuenswert.



Foto: Polyband (Rekord-Film)