Als am 11. September 2001 gleich mehrere Flugzeuge von den Bildschirmen der US-amerikanischen Flugaufsicht verschwinden, reagiert das Personal bald unsicher. Keiner weiß genau, wie er sich verhalten soll. Als dann eine der vermissten Maschinen in einen der Türme des World Trade Centers rauscht, bricht das Chaos los. Derweil wird den Mitreisenden des Fluges Nummer 93 der United Airlines mitgeteilt, dass ihr Flugzeug ebenfalls in der Hand von Kidnappern ist. Während die vier arabisch sprechenden Kidnapper den Jet kontrollieren, planen einige der Passagiere, gegen die vier vorzugehen ...

Paul Greengrass ("Die Bourne Verschwörung") lieferte mit diesem Werk den ersten Kinofilm, der sich direkt mit den Ereignissen vom 11. September 2001 beschäftigte. Dabei legt er das Augenmerk auf jenes Flugzeug, das als einzige der entführten Maschinen nicht ihr Ziel erreichte. Anhand von Handy-Gesprächen der Passagiere versucht er, das Geschehen zu rekonstruieren. Auch wenn dabei sicherlich eine hohes Maß Fiktion ist, fasziniert der Streifen durch seinen nur zu Beginn nervigen, dokumentarischen Stil, der zwar die Personen nicht vorstellt, dafür aber das Gefühl vermittelt, als sei man unmittelbar dabei. Ohne unnötige Sentimentalitäten wird hier die Geschichte recht nüchtern dargestellt. Greengrass drehte übrigens durchweg mit unbekannten Darstellern.

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