Einige Musiker zeigen sich bei ihren Auftritten vermummt, um den Rummerl privat zu umgehen: Daft Punk, Cro und zu Beginn seiner Karriere auch Sido. In diese Reihe gesellt sich der exzentrische Bandleader Frank (Michael Fassbender).

Neben der marginalen Bekanntheit seiner Gruppe unterscheidet ihn noch etwas von den oben genannten Künstlern: Er nimmt seinen riesigen Pappmaschee-Kopf niemals ab. Das verwirrt nicht nur den neuen Keyboarder Jon (Domhnall Gleeson), der sich nach einiger Zeit fragt, ob es die richtige Entscheidung war, der Truppe um den wortwörtlichen "Dickkopf" beizutreten.

Und als sich die Band in einer Hütte verschanz,t um ein neues Album aufzunehmen, frisst sich diese Frage immer tiefer in Jons Bewusstsein.

Eine wilde Fahrt


So irre wie Frank ist auch der Verlauf des Filmes. In dieser Musikkomödie mit Einflüssen aus dem Drama-Bereich, liegt die Liebe im Detail. Seien es die schrillen Charaktere oder die Tatsache, dass der Streifen in Deutschland nur in seiner Originalsynchronisation in die Kinos kommt. Damit möchte man Michael Fassbenders großartige Leistung würdigen, der sich, da er zu 90 Prozent der Zeit einen Pappmaschee-Kopf trägt, nur durch Stimme und Gestik ausdrückt.

Musiker und Musikbegeisterte erfreut vor allem, dass alle Sounds, Konzerte und Jammsessions der Schauspieler live vor der Kamera aufgeführt werden. So setzt sich aus vielen kleinen Teilen ein liebenswürdiger Film zusammen, der zwischen Musik, Road-Movie und Coming-of-Age-Drama pendelt und absolut sehenswert ist.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Frank":