Die 15-jährige Marysia kommt vom Land mit ihrer Familie in die Großstadt. Dort hat der alkoholsüchtige Vater Job und Wohnung gefunden. Durch die Mitschülerinnen Kasia und Ewa gerät Marysia unter reiche Leute. Zu spät merkt sie, dass sie an zwei falsche Freundinnen geraten ist und nun den Konsum-Verlockungen des nachkommunistischen Polens erliegt. Als Marysia schließlich von den vermeintlichen Freundinnen verspottet wird, bahnt sich eine Katastrophe an...

Leider ist die Absicht Andrzej Wajdas überdeutlich: Die Geschichte ist eine Parabel über den Zustand seines Landes, in dem nicht nur die Jugend orientierungs- und wertelos dahinvegetiert. Hier überwiegt trotz einiger beeindruckender Bilder die überdeutliche Symbolik und Sprache. Es entstand eine Künstlichkeit, die über weite Strecken schlicht unglaubwürdig wirkt, zumal hier Jugendliche mit der Weisheit von Greisen agieren. Dies ist ein zwiespältiger Film mit starken Darstellern und einer brillanten Inszenierung.