Als Adamsberg mit seiner Kollegen nach Ottawa fährt, um sich zum Thema Gen-Analyse fortzubilden, wird dort eine junge Frau erschlagen aufgefunden. Da Adamsberg eine Affäre mit ihr hatte, gerät er schon bald unter Tatverdacht, zumal er sich zum Tatzeitpunkt ganz in der Nähe des Tatorts aufhielt. Doch in dem Kommissar keimt bereits ein Verdacht: Der lang gesuchte Mörder von Lise, der Freundin seines Bruders, könnte wieder zugeschlagen haben. Aber es gibt ein entscheidendes Argument, dass gegen diese Vermutung spricht: Der Verdächtige soll längst tot sein ...

Die französische Regisseurin Josée Dayan drehte nach "Fred Vargas: Bei Einbruch der Nacht" und "Fred Vargas: Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" auch diesen dritten, als Zweiteiler angelegten Fall um den ungewöhnlichen Kommissar. Ein wenig langatmig inszeniert, bietet der Krimi, der die kriminalistischen Wurzeln des Ermittlers freigesetzt, dennoch spannende Unterhaltung. Als Vorlage nutzte Dayan den 2004 erschienenen Bestseller "Sous les vents de Neptune" von Frédérique Audoin-Rouzeau alias Fred Vargas.

Foto: ZDF/Gilles Scarella