Aus seiner inneren Überzeugung heraus initiierte der Deutsch-Ägypter Ashraf El Sharkawy die Demokratisierungs-Kampagne "Freedom Bus". Sein Projekt, das für ihn eine Herzensangelegenheit ist, soll das ägyptische Volk 2011 auf ihrem Weg in das freiheitliche Wahlsystem nach dem Rücktritt des autokratisch regierenden Staatspräsidenten Mubarak führen. Unterstützer sind schnell gefunden, geschultes Personal auch. Ashraf El Sharkawy reist mit ihnen im "Freedom Bus" durch das Heimatland seiner Eltern - ihnen bleiben noch sechs Wochen, um die Menschen über die demokratischen Grundprinzipien zu informieren. Schließlich sollen sie ihre neu gewonnenen Freiheiten klug und selbstbewusst einsetzen. Doch die "Neuwähler" stehen dem deutsch-sozialisierten El Sharkawy skeptisch gegenüber ...

Begleitet wurde Ashraf El Sharkawy von der Filmemacherin Fatima Geza Abdollahyan. Sie führte sowohl Regie und verfasste das Drehbuch zun diesem Dokumentarfilm nach dem Arabischen Frühling. Bereits in die Dokumentation "Kick in Iran" - für die sie auf dem "Sundance Festival 2010" für den "Bester internationalen Dokumentarfilm“ nominiert wurde, bewies die 1977 in Hessen geborene Iranerin erneut ihr Gespür für die Aufbereitung sozialpolitischer Themen. Dass sich der Münchner Hauptdarsteller El Sharkawy schnell als charismatischer Sympathieträger erweist, trägt zur Leichtigkeit des trockenen, aber politisch wichtigem Themas bei. Seine Premiere feierte der vom ZDF koproduzierte, gelungene Film bereits auf dem "31. Filmfest München".



Foto: Drop-out Cinema