Der ehemalige Royal Air Force-Pilot Richard hängt schwer durch: Er verliert seinen Job als Barmann, und mit seiner Ex-Frau gibt's auch nur Geschrei. Dann wird die Gute von einem Triebtäter ermordet, und der erste Verdacht fällt natürlich auf Richard. Der Unschuldige wandert wegen Mordes hinter Gittern. Um seine Unschuld zu beweisen, bricht er aus dem Gefängnis aus und sucht den wahren Mörder ...

Für seinen vorletzten Film kehrte der "Master of Suspense" nach 22 Jahren Hollywood erstmals für Dreharbeiten in die Heimatstadt zurück und zeigte auf der Leinwand das London, das er - auch als Sohn eines Gemüsehändlers - kannte. Ein London, wie es 1971 schon nicht mehr existierte. Hitchcock kehrte - und das mit großem Erfolg - auch stilistisch zu seinen Thrillern aus den Vierzigerjahren zurück. Mit einem verzweifelten, unschuldig verfolgten Helden - ungewöhnlich unsympathisch: der jähzornige Loser Richard Blaney, dargestellt von Jon Finch, der zuvor in der Titelrolle von Roman Polanskis "Macbeth" zu sehen gewesen war -, schwarzem Humor und makabren Details. Zu den legendären Szenen des Films gehört der detaillierteste und furchtbarste Mord, den Hitchcock je gezeigt hat, und die anschließende Suche nach einer Krawattennadel, die mit der Leiche in einem Kartoffelsack auf einem Gemüsetransporter liegt.

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