Lebensabschnitte der großen mexikanischen Malerin Frida Kahlo (1907-1954), die durch eine Lähmung und einen Unfall fürs Leben gezeichnet war. Ihre Leiden werden eng mit ihrem malerischem Werk verflochten. "Sie ist die erste Frau in der Kunstgeschichte, die mit absoluter und schonungsloser Aufrichtigkeit, und man könnte sage, mit ruhiger Gewalt, die allgemeinen und besonderen Themen aufgriff, die ausschließlich Frauen betreffen" (Diego Rivera).

Dieser Aspekt Frida Kahlos hat Paul Leduc zu dem ungewöhnlichen und anspruchsvollen Versuch angeregt, Leben und Werk der großen mexikanischen Malerin im Film umzusetzen. Der Film erzählt die Geschichte ihres Leidens, dem zentralen Thema ihrer Bilder, von ihren Beziehungen zu Diego Riviera und Leo Trotzki, von ihrem Mut und ihren Sehnsüchten. "Leducs Frida will bewußt nicht zur Glätte der Biographie verschnulzen; er inszeniert Splitter der Selbstbespiegelung, welche Äquivalente sind für die artistischen Kühnheiten der Kahlschen Bilder", schrieb die Frankfurter Rundschau. Paul Leduc zeichnet mit faszinierender Ästhetik das Porträt einer außergewöhnlichen Frau. Der Film wurde 1985 beim Filmfestival Venedig vorgestellt und erhielt im selben Jahr den Großen Preis beim Festival des lateinamerikanischen Films in La Habana.