Im von der Taliban-Schreckensherrschaft befreiten Kabul träumt die junge Noqreh davon, einmal Präsidentin von Afghanistan zu werden. Ohne das Wissen ihres Vaters schleicht sich die junge Frau in die Schule, während ihr Vater mit seinem Eselkarren als Fahrer Geld zu verdienen versucht ...

Dieses Werk der iranischen Filmemacherin Samira Makhmalbaf ("Schwarze Tafeln", "Der Apfel"), Tochter des wohl bekanntesten iranischen Regisseurs Mohsen Makhmalbaf, erhielt den Preis der Jury in Cannes. Dies ist zwar der erste Spielfilm, der nach dem Sturz des Taliban-Regimes in Afghanistan gedreht wurde, doch statt diese fremde Kultur näher zu bringen, wundert man sich nur über die technische und moralische Rückständigkeit. Zudem fehlt es dem Werk trotz manchmal starker Bilder an dramaturgischer Finesse.

Foto: Alamonde