Ein Dorf in New Mexico wird von zwei rivalisierenden Gangster-Banden terrorisiert. Ein einsamer Fremder erkennt die Situation und lässt sich von beiden anheuern. Doch dies dient nur dem Zweck, sie gegeneinander aus zu spielen ...

Als Sergio Leone 1964 diesen bahnbrechenden Italowestern drehte, vertraute er nicht so recht darauf, dass das Publikum in dieser rein amerikanischen Domäne einen italienischen Film für glaubwürdig halten würde. Deshalb nannte er sich Bob Robertson, auch einige der Darsteller nahmen englische Pseudonyme an. Die Sorge war ganz unbegründet: Leones Film wurde ein Welterfolg, und obwohl er nicht der erste Italowestern war, so etablierte er ihn doch als eigenständiges Subgenre, und das zu einer Zeit, als dem US-Western merklich die Luft ausgegangen war. Eine Originalleistung hatte Leone allerdings nicht erbracht. Sein Film ist ein verkapptes Remake (manche reden von Plagiat) des japanischen Samurai-Films "Yojimbo, der Leibwächter" (1961) von Akira Kurosawa. Leone kann nicht einmal die Idee für sich beanspruchen, einen Kurosawa-Film zum Western umzubauen, das hatte John Sturges mit "Die glorreichen Sieben", einem Remake von "Die sieben Samurai" (1953), bereits 1960 bewiesen. "Für eine Handvoll Dollar]" war der Auftakt der so genannten "Dollar"- oder "Paella"-Trilogie, später entstanden ebenfalls mit Eastwood die Genrewerke "Für ein paar Dollar mehr" und "Zwei glorreiche Halunken".

Foto: Tobis