Der Dokumentarfilm begleitet ein einzigartiges archäologisches Experiment. Im Mittelpunkt stehen Spuren, die unsere Urahnen während der letzten Eiszeit in Bilderhöhlen im Südwesten Frankreichs hinterlassen haben: die Abdrücke nackter Füße, Fersen oder Zehen. Hier stehen die Wissenschaftler vor der Herausforderung, die rätselhaften Zeugnisse der frühen Menschheit zum Sprechen zu bringen. Zum ersten Mal verlassen sie sich nicht allein auf die Forschungsmethoden der westlichen Welt. Sie suchen Unterstützung bei den San, den besten Fährtensuchern im südlichen Afrika. Die beiden Kölner Archäologen Tilman Lenssen-Erz und Andreas Pastoors hatten die Idee: Es liegt nahe, das Wissen eines der letzten Jäger- und Sammlervölker der Erde zu nutzen, den reichen Erfahrungsschatz einer Kultur, in der das Lesen von Spuren noch heute zum Alltag gehört. Experten unterschiedlicher Lebenswelten und Denkweisen verbünden sich. Auf gleicher Augenhöhe treiben sie eine spannende kriminalistische Spurensicherung voran. Welche neuen Erkenntnisse wird diese unkonventionelle Zusammenarbeit aus dem Dunkel der eiszeitlichen Bilderhöhlen ans Licht befördern? Werden die Fährtensucher in den Abdrücken mehr oder anderes entdecken als die westliche Wissenschaft? Das Abenteuer der gemeinsamen Spurensuche nimmt seinen Lauf, in der Kalahari-Wüste und in den Pyrenäen. Wird die Rechnung der Archäologen aufgehen? Sicher ist nur eins: Wenn jemand Fußabdrücke mit Leben füllen kann, dann sind es professionelle Fährtenleser wie Tsamkwxao Cigae, C/wi Kxunta und C/wi Thao. Ihrem aufmerksamen Blick entgeht absolut nichts.